Grundstein für EU-Verteidigungsunion ist gelegt

Brüssel. Deutschland und 22 weitere EU-Staaten haben den Grundstein für eine europäische Verteidigungsunion gelegt.

23 EU-Staaten haben sich zu einer weitgehenden militärischen Zusammenarbeit verpflichtet.

Diesen Bericht können Sie als registrierter Nutzer kostenlos lesen. Die EU-Mitgliedsländer fürchten, dass sich der US-Präsident weiter von Europa abwendet. Dazu gehören eine regelmäßige Erhöhung der Verteidigungsausgaben, die Beteiligung an gemeinsamen Rüstungsprojekten und die Bereitstellung von Soldaten für die Krisenreaktionskräfte der EU. Gabriel spricht deshalb lieber von mehr Effizienz: "Ich glaube dass die gemeinsame europäische Zusammenarbeit in Verteidigungsfragen eher dazu beiträgt, Geld zu sparen". Problem sei derzeit in Europa, dass in der Sicherheit viele Länder das Gleiche machten und sich zu wenig koordinierten.

Die Verteidigungszusammenarbeit in der EU sei allerdings nicht als Konkurrenz zur Nato zu verstehen, betonte EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini: "Wenn die EU die eigene Verteidigung stärkt, ist das auch für die Nato von Vorteil".

Die ständige strukturierte Zusammenarbeit soll offiziell im Dezember starten. Hauptsächlich ist der Schulterschluss aber eine Antwort auf der Donald Trump. Das sind dann die ersten substantiellen Schritte hin zu europäischen Verteidigungsunion.


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