Trump: Putin sagt, Russland hat US-Wahl nicht beeinflusst

Washington/Moskau - US-Präsident Donald Trump sieht sein persönliches Verhältnis zum Kreml-Chef Wladimir Putin zwar in einem sehr guten Zustand, beklagt aber schlechte Beziehungen beider Länder zueinander. Er wies außerdem Berichte zurück, seine Familienangehörigen hätten Kontakt zur Trump-Regierung. "Das ist leeres Geschwätz mit dem Wunsch, den gegenwärtigen Präsidenten zu unterminieren", sagte Putin.

Russland wird eine direkte Wahlbeeinflussung vorgeworfen. Zudem soll im Auftrag Russlands Anti-Clinton-Propaganda in sozialen Netzen verbreitet worden sein.

Zugleich rief Trump dazu auf, Putin mit der lästigen Frage nach der Einmischung nicht weiter zu stören. In diesem Zusammenhang untersucht Sonderermittler Robert Mueller, ob es eine Zusammenarbeit des Wahlkampflagers von Donald Trump mit Moskau gegeben und ob sich der jetzige Präsident später der Rechtsbehinderung schuldig gemacht hat. Er würde mit Moskau auch lieber in der Frage der Ukraine vorankommen, statt endlos über die Frage einer russischen Beeinflussung der Präsidentenwahl 2016 zu debattieren.

Ein ausführliches Gespräch war vorher vom Weißen Haus unter Verweis auf Terminprobleme abgesagt worden.

Im Rahmen ihres Treffens verständigten sich Putin und Trump auch auf eine Zusammenarbeit im Bürgerkriegsland Syrien. "Die Leute werden sehr beeindruckt davon sein".

In der Erklärung fordern die Präsidenten alle syrischen Parteien auf, sich aktiv am Genfer-Prozess zu beteiligen.

Russland sei zudem extrem wichtig dafür, das große Problem mit Nordkorea zu lösen, sagte Trump am Samstag an Bord der "Air Force One". Dieser könne bei einer Lösung des Nordkorea-Konflikts helfen. Wir reden über Millionen und Abermillionen von Leben. Er und der russische Präsident hätten dieses Problem in Da Nang nicht zur Sprache gebracht, sagte Trump. "Wir haben anscheinend ein gutes Gespür füreinander, ein gutes Verhältnis, dafür dass wir uns nicht gut kennen".

Putin sagte, er habe in Da Nang einen normalen Dialog mit dem US-Präsidenten gepflegt. Ein längeres Treffen mit dem US-Präsidenten sei an Terminproblemen beider Seiten und Protokollfragen gescheitert. Trump und Putin hätten sie gebilligt. Die beiden Politiker wechselten einige Worte und umarmten sich kurz.


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