Vereinigte Arabische Emirate: Europa muss Moscheen stärker kontrollieren

Die Vereinigten Arabischen Emirate fordern von Deutschland eine bessere Kontrolle von Moscheen. Dafür müsse es eine Lizenz geben.

"Man kann nicht einfach eine Moschee öffnen und jedem erlauben, dorthin zu gehen und zu predigen". Menschenrechtler kritisieren, dass es keine richtige Meinungsfreiheit gibt und Menschenrechte verletzt werden.

Und das obwohl die Emirate den europäischen Staaten immer wieder ihre Hilfe in dieser Causa angeboten hätten.

Der Berlin-Attentäter Anis Amri hatte sich oft in einer Moschee in der deutschen Hauptstadt aufgehalten. Bis heute sei sein Land aber nicht um Hilfe aus Europa gebeten worden. Geheimdienste und Sicherheitskräfte hätten dadurch in der Vergangenheit schon einige terroristische Anschläge verhindert, heißt es.

"Und wir denken, dass auch in Europa etwas passieren muss", führte der Scheich weiters aus. Doch religiöse Führer müssten ausgebildet sein, sich mit dem Islam auskennen und eine Lizenz haben, so der Minister weiter. Schließlich könne in Europa auch niemand einfach in eine Kirche gehen und dort eine Predigt halten.

In Deutschland spielt der Staat bei der Auswahl der Prediger in Moscheen keine Rolle. Im Zuge der Terror-Ermittlungen nach dem Anschlag wurde die Fussilet-Moschee von den Behörden geschlossen. Innenminister Thomas de Maizière hatte im Interview mit t-online.de für weitere Verbote plädiert: "Auch die Länder müssen bestimmte Moscheen und Moscheevereine verbieten, die für Radikalisierung in ihren Räumen und unter ihrem Deckmantel bekannt sind". Im November 2016 hatte die Polizei den Prediger Abu Walaa aus Hildesheim verhaftet.

In der Bundesrepublik beobachtet der Verfassungsschutz Dutzende Moscheen. Er ist angeklagt, junge Muslime für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeworben zu haben.


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