Helles Himmelsphänomen: Mysteriöser Feuerball über Süddeutschland gesichtet

Auch in Waldeck-Frankenberg wunderte man sich über die seltsame Erscheinung.

"Als ich in mein Auto eingestiegen bin, habe ich gegen 17.40 einen grünen Feuerball am Himmel gesehen. Was hat das damit auf sich?", schrieb ein HNA-Leser noch am Dienstagabend an die Redaktion.

Wie die Stuttgarter Polizei auf Nachfrage mitteilte, gingen am frühen Abend mehrere Anrufe dazu ein. "Der Anrufer hat sich über das grüne Licht gewundert und gedacht, es sei eine Drohne", berichtete ein Polizist.

Bei der Polizei in Frankfurt hieß es, möglicherweise seien Himmelskörper in der Atmosphäre verglüht und hätten so den Nachthimmel zum Leuchten gebracht.

Auch im Radio war das Himmelsphänomen am Mittwochmorgen ein viel diskutiertes Thema.

Bei der Deutschen Flugsicherung gingen zahlreiche Meldungen ein.

Offenbar raste ein Meteor in die Erdatmosphäre, vermuten viele. Noch ist völlig unklar, ob es irgendwo einen Einschlag gab oder ob der Himmelskörper vollständig verglüht ist. Ähnliche Meldungen gab es zum Beispiel aus Bayern und Baden-Württemberg, aber auch in angrenzenden Ländern wie Italien, Frankreich und der Schweiz wurde das Lichtphänomen gesichtet.

Vielleicht gebe es auch einen Zusammenhang zu den Leoniden: Mitte November geraten regelmäßig Meteoriten, Bruchstücke von Himmelskörpern des Sonnensystems, in die Erdatmosphäre und treten dann gehäuft als Sternschnuppen in Erscheinung. Der Bayerische Rundfunk berichtete auch über Sichtungen in Bayern. Das Aktivitätsmaximum ist in der Regel in der Nacht vom 17. auf den 18. November zu beobachten. Die International Meteor Organization (IMO) bestätigte mehr als 230 Sichtungen auf ihrer Seite, diese lassen darauf schließen, dass das helle Licht etwa von Hessen Richtung Frankreich unterwegs war. Das Erscheinen von einem "Boliden", einem großen Feuerball, sei harmlos und nicht ungewöhnlich in dieser Jahreszeit.


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