Puigdemont weiterhin offen für Einigung mit Spanien

Auf Anordnung Madrids finden in Katalonien am 21. Dezember Neuwahlen statt. Die Madrider Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte schließlich den Artikel 155 der spanischen Verfassung angewandt und die Regionalregierung entmachtet.

Zahlreiche Teilnehmer hielten Schilder mit der Aufschrift "Freiheit für die politischen Gefangenen" in den Händen, andere schwenkten die "Estelada", die Flagge der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung. Dabei forderten sie auch den Abzug der "Besatzungsmacht" aus Madrid. "Katalonien ist Spanien und Spanien ist Katalonien", erklärte Rajoy unter dem Applaus seiner Parteikollegen. 54 Prozent der Spanier sind zufrieden mit Rajoys Krisenmanagement. Puigdemont und vier weitere Politiker hatten sich kurz vor Anklageerhebung nach Brüssel abgesetzt. "Wir fordern die Freilassung der Inhaftierten, aber auch, dass die verantwortungslose Regionalregierung, die das Land ins Desaster geführt hat, dazu steht", sagte sie. Dies habe die linksnationalistische Partei Esquerra Republicana de Catalunya (ERC) beschlossen, berichtete die Nachrichtenagentur Europa Press.

Er sei sein ganzes Leben lang für eine Unabhängigkeit gewesen und habe 30 Jahre für eine veränderte Stellung Kataloniens innerhalb Spaniens gearbeitet.

Allen Politikern drohen wegen der Vorwürfe der Rebellion, des Aufruhrs und der Veruntreuung öffentlicher Gelder langjährige Gefängnisstrafen.

Am Sonntag will der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy erstmals seit Beginn der Krise die Region besuchen, um seine Volkspartei (PP) im Wahlkampf zu unterstützen.


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