Wird Ex-Premier Hariri in Saudi-Arabien festgehalten?

Zuvor hatte der libanesische Präsident Michel Aoun Saudi-Arabien vorgeworfen, Hariri als "Häftling" zu halten. Der Libanon werde sein Bestes tun, damit Hariri wieder freikomme.

Hariri kündigte seinen Rücktritt in einer Fernsehansprache im Sender Al-Arabiya an. "Es ist durch nichts gerechtfertigt, dass Herr Hariri nach zwölf Tagen nicht zurückkehrt", schrieb Aoun heute im Kurzmitteilungsdienst Twitter. Frankreich hat als frühere Mandatsmacht besonders enge Beziehungen zum Libanon. Er müsse mit dem libanesischen Staatspräsidenten, dem Parlamentssprecher und der politischen Führung über die Gründe seines Rücktritts sprechen.

Es gibt schon seit Tagen Spekulationen, dass Hariri in Riad inhaftiert sei.

Hariri hatte am Samstag vor zwei Wochen völlig überraschend von Saudi-Arabien aus seinen Rücktritt verkündet und die Golfregion seitdem nicht mehr verlassen. Hariri ist in Saudi-Arabien aufgewachsen und besitzt auch die Staatsbürgerschaft des Königreichs. Er versicherte am Wochenende in einem Interview, sich frei bewegen zu können und bald nach Hause zurückzukehren. Präsident Aoun erklärte am Mittwoch erneut, dass er Hariris Rücktritt nicht annehmen werde, bevor der Ministerpräsident nicht in den Libanon zurückgekehrt sei.

Am Mittwochabend wurde der französische Außenminister Le Drian in Riad erwartet. Bei den Gesprächen mit Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) sollte es um die Lage im Libanon und in der Region gehen.

November hat der libanesische Ministerpräsident Saad Hariri in der saudischen Hauptstadt Riad seinen Rücktritt angekündigt.

Im Internet wurde eine Website freesaadhariri.com eingerichtet, die über die Zeit seit seiner Rücktrittserklärung informiert. Dieser werde schnellstmöglich in den Libanon zurückkehren, zeigte sich Rai überzeugt.


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