Nachfolger von "Fly sein" Das ist das Jugendwort des Jahres 2017

Per Online-Abstimmung wurden daraus zehn Wörter in die Endrunde gewählt.

"I bims" - die absichtlich falsch geschriebene Form von "Ich bins" - ist Jugendwort des Jahres. Von der Schlüssigkeit her geht da vielleicht noch was. Das teilte die Jury am Freitagmittag in München mit. Merkur.de* hat eine Erklärung veröffentlicht, was "I bims" denn überhaupt bedeutet. In einer unverbindlichen Online-Abstimmung war "I bims" auf dem zehnten Platz gelandet. Nicht die Abstimmung, sondern eine 20-köpfige Jury - darunter YouTuber, Blogger und Sprachwissenschaftler - kürt aus den Top Ten den Favoriten - an diesem Freitag wird der Sieger in München bekanntgegeben.

Spitzenreiter war der Ausdruck "Geht fit" als Bezeichnung für etwas, das klar geht. "Napflixen" wiederum steht nicht für übermäßigen Konsum von Streamingdiensten, sondern ein Nickerchen, während ein Film läuft.

München "Unfly", "gefresht" oder "schatzlos" - angeblich redet so die Jugend.

Populär wurde "I bims" durch die Facebook-Seite "Nachdenkliche Sprüche mit Bilder", die Bilder mit Texten voller Rechtschreibfehler und Verballhornungen kombiniert.

Die Wahl ist eine Werbeaktion des Langenscheidt-Verlags für sein Jugendsprachen-Lexikon und findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt.

Rund eine Million Stimmen waren diesmal abgegeben worden - laut Verlag so viele wie noch nie.

Im vergangenen Jahr lag "isso" als Zustimmung oder Unterstreichung von etwas vorne. Eine Auswahl: "Noicemail" als Ausdruck für eine nervige Sprachnachricht, "Teilzeittarzan" als Bezeichnung für jemanden, der sich manchmal affig verhält, "trumpeten" für große Versprechen machen, ohne an die Folgen zu denken, und "fermentieren" für kontrolliertes Gammeln. Bei der Auswahl wird häufig hinterfragt, ob die Beispiele wirklich dem Sprachgebrauch von Jugendlichen entsprechen.


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