Steuer-Affäre: Sparkassen-Chef Fahrenschon tritt zurück

Zuverlässigkeit und Vertrauen sind für Sparkassen hohe Güter, Steuerhinterziehung passt da nicht ins Bild. Schon bis Ende nächster Woche will Noch-Sparkassen-Chef Georg Fahrenschon (49) nun seinen Präsidenten-Sessel freimachen. Ausgerechnet dieser Mann steht jetzt im Rampenlicht - als Krisenmanager nach der Steueraffäre des.

Das teilte der Sparkassenverband am Freitag mit.

Übergangsweise wird der DSGV dann von Vizepräsident Thomas Mang und den geschäftsführenden Vorstandsmitgliedern Karl-Peter Schackmann-Fallis und Joachim Schmalzl geführt. "Die verspätete Abgabe meiner privaten Steuererklärungen war falsch", bekannte Fahrenschon heute. Er hat seine Steuern inzwischen nachgezahlt, hat deshalb Widerspruch gegen den Strafbefehl eingelegt. An keiner Stelle habe er aber vorsätzlich rechtswidrig gehandelt. Mang betonte, die Neuwahl solle so rasch wie möglich stattfinden.

Der Sparkassen- und Giroverband zählt zu den wichtigen Lobbyorganisationen der Finanzbranche in Deutschland. Da entschied sich der Hoffnungsträger der Christsozialen noch, Finanzminister im bayerischen Kabinett zu bleiben. Er vertritt rund 400 Sparkassen, sieben Landesbanken, die DekaBank, acht Landesbausparkassen und elf Versicherer der Sparkassen. Als nun das Steuer-Strafverfahren öffentlich wurde, musste er erfahren, wie schnell die mächtigen Regionalfürsten von ihm abrücken.


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