Umfrage: Angst vor schweren Krankheiten nimmt ab

Noch deutlicher nahm die Zahl der Menschen ab, die Angst haben, an Demenz oder Alzheimer zu erkranken.

Im DAK-Gesundheitsreport 2017 stellte sich heraus, dass der Gesamtkrankenstand gesunken ist; wenn auch nur leicht. Dennoch gaben 65 Prozent an, sie fürchteten sich vor einem bösartigen Tumor. Im Jahr 2010 gaben das noch 73 Prozent an. 2010 und 2016 hatten jeweils 50 Prozent der Befragten diese Sorge geäußert, jetzt waren es nur noch 39 Prozent. Ein Herzinfarkt ist für 35 Prozent ein Thema (minus drei Prozentpunkte).

Hauptursache für Krankheitstage waren im vergangenen Jahr Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems (22,2 Prozent) psychische Erkrankungen (17,1 Prozent) und Erkrankungen des Atmungssystems (14,7 Prozent). Betroffen sind besonders junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren. Mehr als jeder Dritte fürchtet, an Burn-out, Depressionen oder anderen Seelenleiden zu erkranken (36 Prozent). Die über 60-Jährigen haben am wenigsten Angst vor Seelenleiden (15 Prozent).

Die DAK-Befragung zeigt auch: Es engagieren sich deutlich weniger Menschen für ihre Gesundheit. 37 Prozent nutzen derzeit den Gesundheits-Check gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen (2010: 44 Prozent). Auch regelmäßige sportliche Aktivitäten und gesunde Ernährung sind zurückgegangen (2017: 76 und 71 Prozent vs. 2010: 80 und 77 Prozent). Vor allem Männer scheuen den Gang zum Arzt: Nur vier von zehn Männern nehmen das kostenfreie Angebot der Krankenkassen wahr. "Gegebenenfalls besteht ein Zusammenhang mit der guten medizinischen Aufklärung und einem Vertrauen in die moderne Medizin", sagte DAK-Ärztin Elisabeth Thomas. "Gerade Männer kümmern sich lieber um den Zustand ihres Autos als um die eigene Gesundheit". Laut der Umfrage bewerten 88 Prozent ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut.

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