Erste UN-Helfer kehren in den Jemen zurück

Zwei der Maschinen gehörten zum UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR), sagte ein Regierungsvertreter. Ein weiteres Flugzeug ist vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes, das vierte vom UN-Kinderhilfswerk Unicef. Die von der von Saudi-Arabien geführten Allianz verhängte Blockade über die Häfen des Landes blieb aber zunächst in Kraft. Damit ist der Haupt-Nachschubweg für dringend benötigte Nahrungsmittel und Medikamente in das von einer Hungersnot bedrohte Land weiter versperrt.

Die saudiarabisch geführte Allianz sunnitischer Staaten hatte nach massiver internationaler Kritik grünes Licht für die Rückkehr von UN-Helfern in die von den Huthi-Rebellen kontrollierten Gebiete gegeben.

Obwohl sie Anfang dieser Woche versprochen hatten, die Blockade des Nordjemen am Donnerstag Mittag aufzuheben, kam der Zeitpunkt und verging, und die Schiffe der UNO und anderer humanitärer Hilfsorganisationen werden weiterhin daran gehindert, den Hafen von Hodeidah zu erreichen. Nach Informationen aus amerikanischen Kreisen hatte US-Außenminister Rex Tillerson beim Verbündeten Saudi-Arabien auf eine Lockerung der Blockaden gedrängt. Dort sind nach Angaben aus der Hafenbehörde aber noch keine Hilfsschiffe angekündigt. Nach UN-Angaben hungern im Jemen derzeit sieben Millionen Menschen. Allein eine Million Kinder sind demnach durch die sich rasch ausbreitende Diphtherie akut gefährdet.

Im September 2014 haben die aus dem Nordwesten des Jemens stammenden schiitischen Huthis in Sanaa die Macht übernommen.

Die Saudis werfen den Rebellen vor, von der schiitischen Führung im Iran unterstützt zu werden und über Hilfslieferungen Waffen zu erhalten. 2015 griff das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis zugunsten des sunnitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi in den Konflikt ein. Mindestens 10.000 Menschen starben dadurch bislang.


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