Siemens plant Mega-Börsengang für Medizintechnik in Deutschland

Die Siemens AG bereitet den für die erste Jahreshälfte 2018 geplanten Börsengang der Medizintechniksparte im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse vor. Der DAX-Konzern könnte am Mittwoch offiziell mitteilen, dass 15 bis 25 Prozent der Sparte namens Healthineers in Frankfurt und nicht New York platziert werden, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

"Frankfurt ist eines der weltweit größten Wertpapierhandelszentren, dessen Bedeutung vor dem Hintergrund des Brexit weiter zunehmen wird". Als hochliquider Handelsplatz ist Frankfurt attraktiv für Investoren aus der ganzen Welt.

Siemens Healthcare-Betriebsratschefin Dorothea Simon sagte: "Diese Entscheidung ist eine gute Nachricht für die rund 12 000 Beschäftigten von Healthineers in Deutschland". Sen zufolge bekomme die Sparte mit dem Börsengang unternehmerische Flexibilität und Zugang zum Kapitalmarkt, um profitabel zu wachsen. "Deutsche Bank, Goldman Sachs International und J.P. Morgan sind als globale Koordinatoren und BNP PARIBAS, BofA Merrill Lynch, Citigroup und UBS Investment Bank als weitere Konsortialbanken mandatiert", sagt Siemens Finanzvorstand Ralf P. Thomas. Analysten schätzen, dass Siemens Healthineers bis zu 40 Milliarden Euro wert ist. Nach seinen bisherigen Aussagen wird Siemens "mittelfristig die Führung behalten". Die Sparte erwirtschaftet mit weltweit 47 000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 14 Milliarden Euro, den größten Teil davon in den USA. Mitbestimmung, Tarif- und Arbeitsbedingungen blieben erhalten. Zum anderen soll sie damit die Möglichkeit bekommen, Übernahmen mit eigenen Aktien zu bezahlen.


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