Boris Becker: "Ich habe mehr Spiele gewonnen als verloren"

Beim RTL-Jahresrückblick „2017! Menschen, Bilder, Emotionen“, moderiert von Günther Jauch, spricht Becker Klartext. Seit seinem phänomenalen Sieg in Wimbledon 1985 führt Becker ein Leben auf der Überholspur, das stets von der Öffentlichkeit verfolgt wird. "Ich bemühe mich nach bestem Gewissen, dem Gläubiger, das ist die Bank, die Schulden zu zahlen", so Becker. Allerdings streiten wir uns über die Zinsen.

Seine Firma sei von der Insolvenz nicht betroffen. "Was mein Privatleben angeht, bin ich in den letzten zehn Jahren deutlich ruhiger geworden", erklärt Becker, der mit seiner Frau Lilly und Sohn Amadeus in London lebt. "Also die Marke Boris Becker lebt, die Privatperson Boris Becker hat ein Verfahren am Hals", fasst er zusammen. Ich könnte mich vom Arzt krankschreiben lassen, aber ich will diese Rechnung bezahlen. Das ist mein Bestreben. Ich habe sechs Monate rum, die nächsten sechs Monate kriege ich auch noch vorbei. Ich bemühe mich, aber die andere Seite muss natürlich mitspielen, denn die Uhr läuft für mich.“. Hintergrund: In Großbritannien enden Insolvenzverfahren nach einem Jahr. "Ich habe ein offenes Verhältnis zu meinen Kindern. Wenn ich die Familie im Rücken habe, kann mir eigentlich nichts passieren".

Becker über seine Gesundheit: "Natürlich hat das seinen Preis". "Es hat verdammt nochmal weh getan. Der Abend an meinem Geburtstag, da habe ich feuchte Augen bekommen". "Hätte mir jemand gesagt, dass ich eines Tages Wimbledon gewinnen würde, die Nummer eins der Welt werde oder Olympia-Gold hole, dem hätte ich gesagt, er würde spinnen". Immer über 5 Sätze gehen zu wollen? Ich spiele bis zum Schluss. Es sind Schmerzen, aber wir haben viele gute Ärzte.

Ein Arzt habe ihm aber kürzlich ein neues Sprunggelenk "geschenkt", so Becker.

Er fühle sich jetzt gut und wolle nun "altersgerecht" Sport machen, so die Tennis-Legende mit einem Augenzwinkern.


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