Deutsche Bank benennt Vermögensverwaltung um

Mehr als die Hälfte ihres Geschäfts macht die Deutsche-Bank-Sparte aber mit Profiinvestoren. Die Deutsche Asset Management ist mit ihrer Marke DWS Marktführer bei deutschen Privatkunden und Nummer vier in Europa. Gleichzeitig wolle man der Deutschen Bank weiter Einfluss gewähren, damit man die aufsichtsrechtlichen Vorgaben erfüllen kann. Zwei Marken, so heisst es aus dem Umfeld der Deutschen Bank, wären am Ende zu teuer zu pflegen gewesen. Der Manager ist im Konzernvorstand der Deutschen Bank unter anderem für den Bereich Recht zuständig. "Wir haben keine Pläne für transformatorische Deals, wir schauen uns nach ergänzenden Zukäufen um", sagte Nicolas Moreau, Chef der Deutschen Asset Management und Vorstandsmitglied der Deutschen Bank.

Die Umwandlung in eine GmbH & Co. Diese vor allem bei börsennotierten Familienunternehmen beliebte Struktur erlaubt dem Alteigentümer eine weitgehende Kontrolle, auch wenn sein Anteil am Unternehmen sinken sollte. KGaA wird im ersten Quartal 2018 vollzogen. Die Marken aller Einheiten und Produktlinien sollen 2018 umgestellt sein.

Aufsichtsratschef der neuen Gesellschaft, deren Teil-Börsengang die Deutsche Bank im Frühjahr beschlossen hatte, soll Karl von Rohr werden.

Neue Investoren, die es für den Börsengang unweigerlich braucht, sollen durch eine hohen Dividende gelockt werden.

Mit der Neuaufstellung samt neuem Namen wird auch eine Scharte aus der jüngsten Vergangenheit ausgewetzt: Als die Deutsche Bank im Herbst 2016 in unruhiges Fahrwasser geriet und Sorgen um die Kapitalausstattung der Frankfurter aufkamen, zogen Anleger auch Gelder bei der Deutschen Asset Management ab. Grosse Übernahmen strebt die Deutsche Asset Management aber nicht an.


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