Deutsche Umwelthilfe wirft BMW Abgas-Manipulation vor

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat sich im VW-Dieselskandal einen Namen gemacht: Als hartnäckiger Ermittler in Sachen manipulierter Autoabgase und als höchst unangenehmer Gegner der Automobilindustrie. Offenbar seien in die Abgasreinigung der Fahrzeuge illegale Abschalteinrichtungen eingebaut worden.

In den vergangenen Monaten hat die DUH in Zusammenarbeit mit dem ZDF-Verbrauchermagazin WISO, anderen Prüfinstitutionen und einem Software-Experten im EKI die Abgasemissionen eines BMW 320d untersucht. Im durchschnittlichen normalen Fahrbetrieb seien die Abgaswerte sogar rund fünfmal höher als die gesetzlichen Grenzwerte.

Die Umwelthilfe will ihre Untersuchungsergebnisse an diesem Dienstag in Berlin vorstellen. "Es gibt bei der BMW Group keinerlei Aktivitäten und technische Vorkehrungen, den Prüfmodus zur Erhebung von Emissionen zu beeinflussen", teilte der Münchner Konzern am Montagabend auf Anfrage mit. Noch im September hatte BMW behauptet, seine Diesel-Fahrzeuge seien nicht manipuliert und sauber.

Laut BMW haben vergleichbare Fahrzeugtypen zahlreiche weltweit behördlich durchgeführte Nachprüfungen 2016 mit sehr guten Ergebnissen bestanden.

Zum Straßentest der Umwelthilfe erklärte das Unternehmen, es nicht für aussagekräftig zu halten, "beliebige Straßentests mit willkürlich gewählten Teilabschnitten eines Rollentests zu vergleichen und daraus plakativ hohe Abweichungsfaktoren zu erheben".


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