Franz-Josef Paefgen neuer ZF-Aufsichtsratschef

Franz-Josef Paefgen wird neuer Vorsitzender des ZF-Aufsichtsrats. Er folgt Giorgio Behr, der sein Amt zum Ende des Jahres niederlegen will. Paefgen gehört dem Kontrollgremium nach ZF-Angaben bereits seit 2008 an. Paefgen war seit 1976 in verschiedenen Führungspositionen in der Autoindustrie tätig, vor allem im VW-Konzern. Mitte 1997 löste er Herbert Demel an der Spitze des Vorstands ab. Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2011 war er Präsident der Bugatti Automobiles sowie der Bugatti International. "Diesen Kurs wollen wir fortsetzen", sagte Paefgen nach Sitzung laut einer Mitteilung von ZF. "ZF hat die Herausforderungen der Automobilindustrie mit einer Langfrist-Strategie erfolgreich angenommen und in den vergangenen Jahren eine hervorragende Entwicklung genommen".

Ein Machtkampf sorgt seit langem für Unruhe.

Auch die Gesellschafter von ZF begrüßten die Berufung Paefgens, wie der Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafen, Andreas Brand, als Vertreter der Zeppelin-Stiftung sowie Joachim Meinecke als Vertreter der Ulderup-Stiftung mitteilten.

Paefgen soll nach Informationen der "Schwäbischen Zeitung" aus Unternehmenskreisen nun mit Vorstandschef Stefan Sommer Gespräche führen und den 54-jährigen Ingenieur zum freiwilligen Rückzug vom Posten des Vorstandsvorsitzenden des drittgrößten Automobilzulieferers der Welt bewegen. 2015 übernahm der Autozulieferer beispielsweise den US-Konkurrenten TRW. Der Konzern hatte dadurch seine Produktpalette unter anderem um Elektronik, Sicherheitstechnik und Sensorik erweitert. Zum Vergleich: Andere Stiftungsunternehmen wie Mahle oder Bosch haben eine Ausschüttungsquote von weniger als 10 Prozent.


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