Georgischer Ex-Präsident Saakaschwili festgenommen

Kiew - Der frühere georgische Präsident Michail Saakaschwili ist am Dienstag in der Ukraine festgenommen worden. Poroschenko hat Saakaschwili die Staatsbürgerschaft wieder entzogen, was dieser vor Gericht anficht. Der 49-Jährige sei zuvor vor den Ermittlern auf das Hausdach geflohen und habe damit gedroht, sich umzubringen, meldeten örtliche Medien. Dies berichtete der Leiter der "BPP"-Fraktion Artur Herasymov". Der Geheimdienst bestätigte die Festnahme wegen "Beihilfe für eine kriminelle Vereinigung". Somit habe er aus Behördensicht Kriminelle unterstützt.

Die Staatsanwaltschaft will sich im Laufe des Tages zu den Details der Vorkommnisse äussern. Saakaschwili drohen bis zu fünf Jahre Gefängnis. Demnach soll Saakaschwili kurz nach seiner Befreiung ein Megafon genommen und der Menge zugerufen haben: "Ich rufe euch zu einem friedlichen Protest auf, um Poroschenko zu entfernen, ihr solltet vor nichts Angst haben". 2015 wurde er dann Gouverneur des ukrainischen Gebiets Odessa, eine Position, die er kurze Zeit später wieder aufgab.

Saakaschwili ist zur Zeit staatenlos. Kurz darauf kehrte er jedoch in einer spektakulären Aktion in die Ukraine zurück.

Ukrainische und russische Fernsehsender zeigten den georgischen Ex-Staatschef, wie er vom Dach des Apartmenthauses im Zentrum von Kiew zu seinen Anhängern sprach. Georgien hat wegen Ermittlungen zu Korruption und Amtsmissbrauch um eine Auslieferung gebeten.


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