Groß-Razzia gegen Fans von Dynamo Dresden

Dresden - Mit einer groß angelegten Razzia sind die Staatsanwaltschaft und Polizei Karlsruhe gegen Anhänger von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden vorgegangen. "Die Maßnahmen richten sich gegen mehr als 20 Tatverdächtige".

Die Einsatzkräfte stellten neben teils verbotener Pyrotechnik auch Computer, Handys und Speichermedien in einer hohen zweistelligen Zahl sicher.

Hintergrund sind Ausschreitungen bei einem Spiel der Dresdner am 14. Mai in Karlsruhe. Damals waren 1500 Dynamo-Fans durch das Karlsruher Stadtgebiet zum Wildparkstadion gezogen.

Der überwiegende Anteil der Durchsuchungsobjekte liegt dabei in Dresden und Umgebung. Für Entsetzen und einen Aufschrei in ganz Deutschland sorgte auch das Spruchband "Krieg dem DFB", dass die Hooligans bei ihrem Marsch stolz vor sicher her getragen hatten. Dazu wurden Nebeltöpfe eingesetzt, die zusammen mit rhythmischem Trommeln das militante Erscheinungsbild verstärkten. Beim sogenannten Fanmarsch wurden 21 Polizisten verletzt, die aus der marschierenden Masse mit Pyrotechnik beworfen wurden.

Am Stadion überrannten die Marschteilnehmer die Einlasskontrollen. Dabei wurde eine Vielzahl von Ordnungskräften verletzt.

"Es wurden mehrere Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und Sprengstoffgesetz eingeleitet", erklärt die Staatsanwaltschaft Karlsruhe. "Dresdner Fans, die ohne einheitliche Tarnkleidung in den Gästeblock kamen, wurden mit Körpergewalt hinausgedrängt". Sie werden beim Polizeipräsidium Karlsruhe von einer Ermittlungsgruppe "Dynamo" geführt.


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