Länder auf schwarzer Liste der Steueroasen

EU-Währungskommissar Moscovici will rund 20 Länder auf eine so genannte "Schwarze Liste" von Steueroasen setzen.

Ziel der Liste ist es, Drittstaaten zu mehr Steuertransparenz und Datenaustausch zu bewegen.

Die betroffenen Staaten und Gebiete täten aus Sicht der EU nicht genug, "um Steuerflucht zu bekämpfen", sagte der französische Minister Bruno Le Maire am Dienstag vor Journalisten in Brüssel. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete aus EU-Kreisen, dass sich unter anderem Südkorea, Tunesien, Panama und die chinesische Sonderwirtschaftszone Macau auf der Liste wiederfinden.

Die EU arbeitet schon seit April 2016 an der schwarzen Liste, nachdem über die "Panama Papers" weltweit verbreitete Praktiken zu Steuerflucht und -vermeidung enthüllt worden waren.

Da es sich nicht um ein reguläres EU-Gesetzgebungsverfahren handelte, fand die Diskussion im Kreis der Finanzminister hinter verschlossenen Türen statt.

EU-Staaten werden auf der Liste nicht auftauchen, sie gilt nur für Länder außerhalb der Union. Bei dem Finanzminister-Treffen geht es zudem um die Besteuerung von Digitalkonzernen sowie das Thema Online-Mehrwertsteuerbetrug. "Wir sind, was Steuertransparenz und die neuen Regeln der OECD anbelangt, ganz im Boot der EU".


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