Polizei schaltet weltweites Botnetz ab

1,3 Millionen IT-Systeme wurden darüber unbemerkt kontrolliert.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weitet die Schutz- und Informationsmaßnahmen aus, die im Rahmen der Zerschlagung der weltweit größten Botnetzinfrastruktur Avalanche Ende 2016 initiiert wurden, und verlängert diese zudem. Sie verbreitete sich entweder per E-Mails, die einen schadhaften Link enthielten, oder über sogenannte Drive-by-Exploits. Ein anderer Weg: Über bestimmte Werbebanner oder Websites, hauptsächlich pornografische oder illegale Verkaufs- oder Streaming-Portale, wurden Nutzer ausgespäht. Hauptangriffsziele der Schadsoftware waren Nordamerika, Asien und in Europa vor allem die Länder Rumänien, Italien, Deutschland und Polen.

Die Schadsoftware "Andromeda" späht Computer aus und kann das System mit einem Banking-Trojaner infizieren, der auf den Computer des Nutzers zugeschnitten ist.

Die Ermittlungen gegen das Botnetz wurden bereits vor rund zwei Jahren gemeinsam mit Microsoft gestartet.

Wie die Polizei in Lüneburg mitteilte, waren an dem Schlag auch die US-Bundespolizei FBI und Ermittler aus sieben weiteren Ländern beteiligt. Auch dieses hatte "Andromeda"-Software weltweit über das Internet verbreitet". Bei der Durchsuchung seiner Wohnung beschlagnahmten die Ermittler belastendes Material.

Von Niedersachsen aus gelang einer internationalen Ermittlergruppe ein Schlag gegen das weltweite Computernetzwerk "Avalanche", mittels dessen Spähsoftware verbreitet wurde. Das Netzwerk hatte weltweit Millionen IT-Systeme mit der Schadsoftware "Andromeda" infiziert. Damit liegt Deutschland unter dem internationalen Schnitt, der bei 55 Prozent liegt.

Niedersächsische Ermittler haben ein weltweites Netzwerk zur Verbreitung von Schadsoftware abgeschaltet.


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