SoKo "Schwarzer Block" Razzien gegen G20-Krawallmacher in Köln und Bonn

Seit 6:00 Uhr würden Wohnungen in diversen Bundesländern durchsucht, teilte die Hamburger Polizei mit. Wie der NDR berichtete, hat die Polizei 24 Objekte in acht Bundesländern im Visier, darunter private Wohnungen sowie linke Stadtteilzentren - unter anderem in Göttingen und Stuttgart.

Hamburg. Nach den Ausschreitungen beim G20-Gipfel im Sommer in Hamburg hat es am Dienstagmorgen bundesweite Razzien gegeben. Die Durchsuchungen erfolgen im Zusammenhang mit den Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs in der Hamburger Straße Rondenbarg. In Hamburg durchsuchten Beamte laut NDR die Wohnung eines mutmaßlichen Mitglieds der linksextremen Gruppe "Roter Aufbau Hamburg". Auch in Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz soll es zu Durchsuchungen gekommen sein.

Bei der Aktion geht es darum, Datenträger und Kommunikationsmittel sicherzustellen, wie aus Polizeikreisen verlautete. Am Mittag wollen sich Soko-Leiter Jan Hieber und Hamburgs Polizeichef Ralf Martin Meyer auf einer Pressekonferenz zu der Razzia äußern. Damals kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen etwa 200 Gipfelgegner und Polizeikräften. Der wohl prominenteste Beschuldigte ist der 18-jährige Italiener Fabio V. Im Polizeivideo ist zu sehen, wie ein Beamter einen Demonstranten im Vorbeigehen unvermittelt schlägt. So stürzten 14 Anti-G20-Aktivisten auf der Flucht vor den Beamten von einem Gerüst und verletzten sich dabei teilweise schwer.


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