Das Verhältnis der Deutschtürken zu den Deutschen wird schlechter

Anhänger des türkischen Präsidenten Erdogan halten bei einer Kundgebung im Juli 2016 in Köln türkische Fahnen hoch. Auch, weil sie den türkischen Präsidenten Erdogan ungerecht behandelt sehen. Der Umgang zwischen Deutschen und in der Bundesrepublik lebenden Deutsch-Türken habe sich in den vergangenen Jahren verschlechtert, sagten 52 Prozent der Befragten in einer repräsentativen Umfrage von über 2.800 türkischstämmigen Bürger.

Die politischen Spannungen zwischen den Regierungen in Berlin und Ankara belasten nach Ansicht vieler Deutsch-Türken offenbar auch ihr Verhältnis zu deutschen Mitbürgern.

Als Grund nannten die meisten (59 Prozent) die Regierungsstreitigkeiten. 53 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass auch die Medienberichterstattung eine Rolle spielt.

In einer von dem NDR-Magazin "Panorama - Die Reporter" veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Data 4U sagen 44 Prozent der Befragten, sie seien nicht einverstanden damit, wie die deutsche Politik und Medien die Entwicklungen in der Türkei bewerten. Schlechte persönliche Erfahrungen nannten die wenigsten als Grund, hieß es. Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut Data 4U im Auftrag des NDR-Magazins "Panorama - Die Reporter" erhoben. Dabei gibt es kaum Unterschiede zwischen den Angehörigen der ersten, zweiten oder dritten Generation. Die formal höher Gebildeten seien besser integriert und stünden Erdogan kritischer gegenüber. Bei den weniger gut Ausgebildeten stiegen die Sympathie und die Zustimmung für die Politik Erdogans sprunghaft an. Mit der Volksabstimmung hatte sich Erdogan einen Ausbau seiner Machtbefugnisse gesichert.


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