Dengue-Fieber: Philippinen verbieten umstrittenen Impfstoff

Dez (Reuters) - Sanofi-Anleger haben nervös auf das Dengue-Impfstoff-Verbot der philippinischen Gesundheitsbehörde reagiert. Die Regierung der Philippinen untersagte am Montag den Verkauf, den Vertrieb und das Marketing für den umstrittenen Sanofi-Impfstoff Dengvaxia gegen Dengue-Fieber.

Auf den Philippinen wurden in den vergangenen Jahren in einer breit angelegten Impfkampagne rund 734.000 Kinder ab neun Jahren mit Dengvaxia geimpft. Demnach sei das Mittel für Menschen riskant, die vor der Impfung noch nie am Denguefieber erkrankt waren. Dengvaxia war der erste Impfstoff gegen die Erkrankung und ist in elf Ländern auf dem Markt. Ansonsten könne die Impfung dazu führen, dass eine nachfolgende Infektion schwerer verlaufe. Bei Patienten, die bereits eine Infektion hatten, biete Dengvaxia dagegen einen anhaltenden Schutz. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen mit dem Impfstoff aber nur 55 Millionen Euro um, Analysten haben ihre Erwartungen heruntergeschraubt. In diesen Fällen gebe es ein erhöhtes Risiko, dass eine schwerere Form der Krankheit die Folge ist. Nach Angaben von Sanofi seien bisher keine Toten durch die Injektion des Medikaments gemeldet worden.


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