#MeToo ist Person des Jahres

Das US-amerikanische Magazin "Time" hat die Frauen und Männer der #MeToo-Bewegung zur "Person des Jahres 2017" gewählt. Judd hatte gemeinsam mit anderen Frauen die Affäre um Filmproduzent Harvey Weinstein losgetreten. Fowler hatte eine Unternehmenskultur voller Sexismus beim Fahrdienstanbieter Uber beschrieben, die Firmenchef Travis Kalanick schliesslich aus dem Amt trieb. "Das ist der am schnellsten um sich greifende soziale Wandel, den wir in Jahrzehnten gesehen haben und alles begann mit dem Mut von Hunderten von Frauen - und ein paar Männern - die sich entschlossen haben, zu reden und ihre Geschichte zu erzählen", so Time-Chefredakteur Edward Felsenthal in der NBC-Show "Today".

Seit Anfang Oktober waren Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe gegen namhafte Schauspieler, Politiker, Journalisten und andere Männer bekanntgeworden, darunter Schauspieler Kevin Spacey, Moderator Charlie Rose, Comedian Louis C.K. und Senator Al Franken.

Auf der Liste standen außerdem FBI-Sonderermittler Robert Mueller, der in Trumps Umfeld wegen einer russischen Beeinflussung der US-Wahl 2016 ermittelt, und Amazon-Gründer Jeff Bezos. Unter den früher Gewürdigten waren auch Adolf Hitler, Königin Elizabeth II. oder Nelson Mandela. Auf Platz zwei folgte in diesem Jahr US-Präsident Donald Trump vor dem chinesischen Staatschef Xi Jinping.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un, Regisseurin Patty Jenkins und der Ex-Footballer Colin Kaepernick: Ob negativ oder positiv, sie haben das Weltgeschehen des Jahres 2017 mit am meisten beeinflusst.

Trump verwirrte zuletzt mit der Aussage, "Time" habe ihm telefonisch mitgeteilt, dass er "wahrscheinlich" wieder "Person des Jahres" werde.


Beliebt

VERBINDEN