Bandenkrieg in Stuttgart: Angeklagter räumt Messerstich ein

In einer Gruppe von Anhängern der "Osmanen Germania" hatte der 25-Jährige zugestochen.

Nach blutigen Kämpfen zwischen rivalisierenden Banden in Stuttgart und Ludwigsburg hat das Stuttgarter Landgericht ein Urteil gesprochen. Das Stuttgarter Landgericht verurteilte den Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung. Dort gerieten zwei Männer, die der verfeindeten Gruppierung Osmanen Germania zugerechnet werden, ins Visier von etwa 20 Anhängern der kurdischen Bande. Bei früheren Verfahren zu den Auseinandersetzungen sind schon mehrere mehrjährige Haftstrafen gegen beide Seiten verhängt worden. Das Opfer wurde zudem mit einem Baseballschläger traktiert und am Boden liegend gegen den Kopf getreten (Az.: 1a Ks 212 Js 43442/16). Der Mann überlebte schwer verletzt.

Mit viereinhalb Jahren bekam der 25-Jährige ein etwas höheres Strafmaß, das ein weiterer Beteiligter der Bluttat bereits im Juni kassiert hatte - mit vier Jahren Haft.

Die Tat gilt als Auslöser eines blutigen Racheakts der Kurden-Gang am Folgetag in Ludwigsburg. Mitte April war er am Flughafen in Zürich festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert worden.

Das Gericht entschied am Mittwoch, dass der 25-Jährige für vier Jahre und sechs Monate ins Gefängnis muss. Mitglied des "Osmanen Germania BC" sei ihr Mandant nicht gewesen, betonte die Anwältin.


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