Bericht: General Electric will in Europa 4.500 Stellen streichen

Hintergrund ist die Übernahme der Energiesparte vom französischen Konkurrenten Alstom.

Der krisengeschüttelte US-Industrieriese General Electric (GE) wird, wie die NZZ aus dem nahen Umfeld des Unternehmens erfahren hat, heute Donnerstag bekanntgeben, wie viele Stellen er weltweit abbauen wird. Als Folge der Alstom-Übernahme im Jahr 2015 sollen tausende Arbeitsplätze fallen. Betroffen seien die Schweiz, Deutschland und Großbritannien, berichtete die französische Wirtschaftszeitung "Les Echos" am Dienstag unter Berufung auf Gewerkschaftskreise. Von GE selbst gibt es zum Stellenabbau keine Stellungnahme.

GE beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben an mehr als 50 Standorten rund 10 000 Mitarbeiter. Der Mischkonzern hatte Anfang 2016 bereits die Streichung Tausender Stellen in Europa angekündigt, in Deutschland war vor allem Mannheim betroffen.

Nach dem Einbruch der Rohstoffpreise war die Übernahme der Alstom-Energiesparte problematisch geworden, da der Konzern seine Abhängigkeit an das Öl- und Gasgeschäft verstärkt hatte. Neben dem angekündigten Umbau reagierte GE auch mit gekürzten Dividenden. Jüngst kündigte GE daher an, die Dividende zu kürzen und sich auf die Bereiche Luftfahrt, Energie sowie Medizintechnik zu konzentrieren.


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