Gabriel fordert Neuausrichtung Europas US-Politik

Gabriel forderte in dem Zusammenhang auch eine neue deutsche USA-Politik. Die USA kämen unter Präsident Donald Trump ihrer Rolle als weltpolitische Gestaltungskraft nur noch geschwächt nach, zitierte die "Süddeutsche Zeitung" in einem Vorabbericht aus einem Manuskript für eine Grundsatzrede Gabriels, die er am Dienstag halten sollte. Washington würde Berlin womöglich anders als vorher betrachten, "als einen Partner unter vielen". Das bedeute aber auch, "dass wir ganz zwangsläufig auch als Wettbewerber wahrgenommen werden". Deutschland müsse künftig selbstbewusster seine Interessen vertreten, heißt es demnach darin. Als Beispiele nannte Gabriel etwa die Russland-Sanktionen, die der US-Kongress im Sommer beschloss und die auch Auswirkungen auf die Energieversorgung in Deutschland haben könnten, weil sie russische Pipelines betreffen. Dafür müsse Deutschland in Sicherheitsfragen französischer werden.

"Heute ist diese Welt weit unbequemer geworden". Und längst merken wir, dass es selbst bei großer wirtschaftlicher Prosperität keinen bequemen Platz an der Seitenlinie internationaler Politik mehr für uns gibt.

Als treibende Kräfte in Europa sieht Gabriel der Zeitung zufolge Deutschland und Frankreich.


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