Großbritannien kommt der EU entgegen

May arbeite daran mit Blick auf den EU-Gipfel am 14. Dezember. Die britische Premierministerin Theresa May bekräftigte in London lediglich, dass sie in den Gesprächen mit der Europäischen Union eine "harte Grenze" zwischen Irland und Nordirland vermeiden und gleichzeitig die "verfassungsmäßige Integrität" Großbritanniens wahren wolle. Dazu gehört auch, dass Großbritannien in einer Übergangsfrist nach März 2019 automatisch weiter EU-Gesetzgebung übernimmt, auch wenn es seine Stimmrechte bereits verloren hat.

Eine Einigung zwischen Großbritannien und der EU auf die "Brexit"-Bedingungen ist einem Bericht der britischen Boulevardzeitung "The Sun" zufolge in dieser Woche nicht zu erwarten". Die britische Regierung möchte dort eine Zustimmung für den Übergang in die sogenannte zweite Phase erreichen.

Großbritannien will in der zweiten Verhandlungsphase ein Freihandelsabkommen mit der EU für die Zeit nach dem "Brexit" beraten.

Ungeklärt ist dabei die Frage, welches Gericht im Konfliktfall zuständig sein wird. Zwei EU-Quellen sagen, dass London wohl einen Übergangszeitraum für die Zuständigkeit des Europäischen Gerichtshofs von zehn Jahren akzeptieren würde.

Die EU pocht zudem darauf, dass EU-Angehörige auch nach dem Brexit dieselben Bürgerrechte haben wie Briten. May konnte einem zwischen London und Brüssel ausgehandelten Kompromisspapier letztlich nicht zustimmen, weil sich ihr Partner im Parlament, die nordirische Partei DUP, querstellte. Dies sieht die protestantische Partei als ersten Schritt zu der von ihnen befürchteten Abtrennung Nordirlands vom Königreich und einer Vereinigung mit dem katholischen Irland.


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