Innenminister wollen "Prepper-Szene" beobachten lassen

Berlin. Die Innenminister von Bund und Ländern wollen die mutmaßlich rechtsextremistische Prepper-Szene erstmals bundesweit beobachten lassen. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland vor der heutigen Innenministerkonferenz in Leipzig berichtet, wird der Antrag von Union und SPD unterstützt.

Es gibt Menschen, die befürchten für die nähere Zukunft Situationen, in denen die Versorgung mit Strom, Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten zusammenbricht. Bisher ist über die "Prepper" (von engl. prepare - vorbereiten) nicht so viel bekannt.

Bei einer Anti-Terror-Razzia Ende August hatten Sicherheitskräfte in Mecklenburg-Vorpommern Wohnungen und Büros von sechs Preppern durchsucht. Laut richterlichem Beschluss stehen zwei von ihnen in dem Verdacht, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorzubereiten. Die Anschuldigungen richten sich hierbei hauptsächlich gegen einen Rechtsanwalt und einen Polizeibeamten, gegen die die Staatsanwaltschaft ermittelt. Die Innenminister wollen demnach in Erfahrung bringen, ob die Prepper-Szene zur Radikalisierung neigt, wie ihre Bewaffnung ist und welche Bezüge zum politischen Extremismus bestehen. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hat eine Kommission eingerichtet, die in dem Bundesland neben den Ermittlungen der Bundesanwaltschaft eigene Erkenntnisse über die Szene zusammentragen soll.


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