Mehr als 50 Ermittler fahnden nach DHL-Erpresser

Pakete ohne eindeutigen Absender verunsichern Kunden.

DHL wird erpresst und die Angst verbreitet sich unter den Paketboten und Kunden wie ein Laubfeuer.

Die DHL erklärte in Bonn, es sei nahezu unmöglich, alle Pakete zu kontrollieren. Etwa sieben Millionen von ihnen sind derzeit täglich im Umlauf und stellen den Dienstleister vor eine schier unlösbare Aufgabe.

Für die rund 60.000 Paketzusteller ist die Erpressung ein stetiger Begleiter, obwohl es aktuell keine konkreten Hinweise auf weitere Paketbomben gebe. Klasen versucht zu beruhigen: "Das Geschäft läuft völlig normal". Nach ihrem Fahndungsaufruf erhielt die Polizei Dutzende Hinweise, die sie nun sichtet.

Am vergangenen Freitag war am Potsdamer Weihnachstmarkt ein verdächtiges Paket in einer Apotheke eingegangen. In Pritzwalk im Nordwesten Brandenburgs wurde die Polizei von einer Frau wegen eines Pakets gerufen, in dem sich eine Tube mit Gel befand, die der Ehemann bestellt hatte.

Schließlich könnten die Paketbomben zu schwersten Verletzungen oder sogar zum Tod führen.

Zahlreiche Bürger meldeten am Montag verdächtige Pakete - allein das Potsdamer Polizeipräsidium zählte zehn. In allen Fällen hätten sich die Herkunft und der Inhalt aber klären lassen, ohne dass Spezialisten der Polizei anrücken mussten, sagte die Sprecherin.

Im Bereich Terrorismus und Schwerkriminalität arbeiten Polizei und Post bereits seit Längerem eng zusammen, um im Vorfeld verdächtige Pakete ausfindig zu machen.

Zudem beobachtet die Polizei einen neuen, anonymen Versandweg: Packstationen der Post. Der oder die Erpresser verlangen von der Pakettochter der Deutschen Post laut Polizei mehrere Millionen Euro und drohen mit weiteren Bomben. Bereits Anfang November ging ein ähnlicher Sprengsatz bei einem Online-Versandhändler in Frankfurt (Oder) in Flammen auf.


Beliebt

VERBINDEN