Putin kündigt erneute Kandidatur bei Präsidentenwahl an

Der russische Staatschef Putin will bei der Präsidentenwahl im kommenden Jahr für eine vierte Amtszeit kandidieren.

Die nächste Präsidentschaftswahl in Russland ist für den 18. März 2018 angesetzt. Seine erneute Kandidatur war grundsätzlich erwartet worden, trotzdem liess sich der Kreml-Chef lange Zeit für die Bekanntgabe. "Wir werden zweifellos keinen Boykott machen, wir werden unsere Sportler nicht daran hindern, teilzunehmen", erklärte Putin in Nischni Nowgorod einen Tag nach der IOC-Entscheidung rund um den russischen Dopingskandal.

Absehbare Gegenkandidaten sind wie bei den vorherigen Wahlen der Rechtspopulist Wladimir Schirinowski (71), der Kommunistenführer Gennadi Sjuganow (73) und der Liberale Grigori Jawlinski (65) von der Partei Jabloko. Die 36-Jährige sagt, sie stehe für einen echten politischen Wettbewerb und sei die "Kandidatin gegen alle".

Putins Sieg bei der Wahl 2018 gilt als so gut wie sicher. Er hatte den heutigen Präsidenten in den 1990er Jahren zu seinem Stellvertreter gemacht. Kritiker verspotteten sie als "russische Paris Hilton". 2012 übernahm sie eine Talk-Show beim Internet-Sender Doschd.

Alle Gegenkandidaten gelten aber als chancenlos. Seine Beliebtheitswerte liegen offiziell konstant über 80 Prozent - trotz dem wirtschaftlichen Niedergang des Landes und trotz allgegenwärtiger Korruption und wachsender Armut. Weniger als 60 Prozent der Befragten gaben an, wählen gehen zu wollen. 2012 erhielt er 64 Prozent der Stimmen. Zudem habe er Russlands Stellung in der Welt durch die Interventionen in der Ukraine und in Syrien gestärkt.


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