Tausende von Buschfeuern in Kalifornien

"Ich habe wichtige Unterlagen, zwei Gemälde meiner Frau und ihre Urne ins Auto gepackt", sagte Prinz Frederic von Anhalt am Mittwoch der Nachrichtenagentur DPA. Die Hotelerbin musste ihr Haus verlassen, das evakuiert wurde. Heftige Winde hatten die Flammen angefacht und rasch verbreitet.

Mittlerweile stehen die Hügel um Luxusvillen am Rand von Los Angeles vollständig in Flammen. Im Nobelviertel Bel Air im Westen von Los Angeles sitzen Promis auf gepackten Koffern.

Auch das Weingut des Medien-Moguls Rupert Murdoch steht in der Reichen-Enklave zwischen dem Mulholland Drive und dem Sunset Boulevard. Die Flammen hätten Teile des Millionen-Anwesens erfasst, berichteten US-Medien. In dem Gebiet im Westen von Los Angeles sind nach Angaben der Behörden am Mittwoch mindestens vier Häuser abgebrannt. Dort besitzen Stars wie Jennifer Aniston, Gwyneth Paltrow, Jay-Z und Beyoncé teure Domizile.

Sänger Lionel Richie erklärte auf Twitter, dass er seiner Familie dabei helfe, einen "sichereren Ort" zu finden. TV-Star Kim Kardashian und Schauspielerin Elizabeth Banks dankten den vielen Feuerwehrleuten für ihren Einsatz.

Tausende Feuerwehrleute sind an mehreren Stellen in Südkalifornien im Einsatz.

Im Bezirk Ventura County, wo die Waldbrände ausgebrochen waren, sind die Feuer noch nicht unter Kontrolle. Zehntausende Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben, nach Angaben der Behörden brannte seit Montag eine Fläche von mehr als 260 Quadratkilometern ab. Am Mittwoch fraß sich die Feuerwalze bis zur Pazifikküste durch. Die gefürchteten Santa-Ana-Winde, trockene und heiße Winde, wehen mit hoher Geschwindigkeit aus dem Inland Richtung Küste. Schon wieder erlebt das kalifornische Paradies ein Schreckensszenario. Die häufigen Feuer seien ein echter "Weckruf" für den dürregeplagten Westküstenstaat.

2017 war für Kalifornien und andere westliche Staaten der USA wegen anhaltender Trockenheit ein besonders schlimmes Waldbrandjahr. Mit einem großen Aufgebot von Helfern würde man gegen die Flammen vorgehen. Nun trifft es den Süden des Bundesstaates.


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