Blauhelme bei Gefechten im Kongo getötet

Dakar. Bei einem Rebellenangriff auf die UN-Friedenstruppe im Kongo sind nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 14 Blauhelm-Soldaten und 5 Angehörige der kongolesischen Streitkräfte getötet worden.

Mindestens 40 weitere Soldaten der UNO-Mission in der Demokratischen Republik Kongo (MONUSCO) seien verletzt worden, teilte ein UNO-Vertreter am Freitag in New York mit. Der Mitteilung zufolge griffen Kämpfer der Rebellengruppe ADF am Donnerstagabend ein Lager nahe Beni in der Provinz Nord-Kivu an.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres äußerte im Kurzbotschaftendienst Twitter seine "Empörung". Es sei Verstärkung geschickt worden, twitterte der Leiter der weltweiten UNO-Friedenseinsätze, Jean-Pierre Lacroix. Sein Sprecher Stephane Dujarric sprach auf Twitter vom "schlimmsten Angriff auf UNO-Blauhelme in der jüngeren Geschichte der Organisation".

Im Osten des Kongos sind zahlreiche Rebellengruppen aktiv, denen es vor allem um die Kontrolle über die reichen Bodenschätze der Region wie Gold, Kobalt oder Zinn geht. Die Rebellen lieferten sich Gefechte mit den Soldaten von UN und kongolesischer Armee. Die MONUSCO und die kongolesische Regierung machen die ADF für diese Angriffe verantwortlich. Der UN-Einsatz im Kongo wurde 1999 beschlossen, zunächst als Friedensmission Monuc bis 2010.


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