"Weißer Rauch" bei Brexit-Gesprächen?

Schwierige Verhandlungen: Großbritanniens Premierministerin Theresa May und Jean-Claude Juncker, Präsident der EU-Kommission.

In der Früh verschickte Junckers Kabinettschef Martin Selmayr ebenfalls via Twitter kommentarlos das Bild eines Rauchfangs mit weißem Rauch - offenbar in Anlehnung an die Tradition des Vatikans bei einer erfolgreichen Papstwahl. Auch der EU-Chefunterhändler Michel Barnier und der britische Brexit-Minister David Davis würden daran teilnehmen.

Ein Sprecher von May bestätigte die Telefonate und sagte ebenfalls, die Verhandlungen liefen weiter.

Die EU-Kommission steht hinter der Dubliner Bedingung. Ein "Treffen am frühen Morgen" sei möglich. Juncker habe mit dem irischen Regierungschef Leo Varadkar telefoniert und danach mit May. Gelingt dies, könnte der EU-Gipfel Ende nächster Woche die zweite Verhandlungsphase einläuten. Schon am Montag wollen sich die Europa-Berater der Staats- und Regierungschefs treffen, um die Beschlüsse des EU-Gipfels am Donnerstag und Freitag vorzubereiten. Dann stellte sich jedoch die erzkonservative nordirische Democratic Unionist Party (DUP) quer, die Mays konservative Minderheitsregierung in London stützt.

In Kreisen der DUP hieß es am Freitagmorgen, man habe in der Nacht stundenlang über das Granz-Thema verhandelt.


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