Facebook schiebt Engagement-Bait-Beiträgen einen Riegel

Facebook geht gegen Baiting vor.

So gut wie jeder Facebook-Nutzer kennt entsprechende Beiträge mit Anmerkungen wie "Like, wenn du auch Sternzeichen Widder bist "oder Beiträge, bei denen die verschiedenen Like-Optionen dazu genutzt werden sollen, Zustimmung für verschiedene Punkte im Beitrag in einer Art Abstimmung zu nutzen". Das Baiting - zu Deutsch Ködern - erfolgt dabei immer über fragwürdig formulierte Beiträge, die eine Interaktion mit dem Posting zum Ziel haben - sogenanntes "Engagement Bait".

Hintergrund der Beiträge ist das Ausnutzen des Facebook-Algorithmus: Durch die verstärkte Interaktion der Nutzer werden die Beiträge einem größeren Publikum angezeigt. Auch zum Taggen und Kommentieren wird häufig mit dem Ziel der Verbreitung des Beitrags oder der Seite dahinter aufgerufen. Dabei handelt es sich um Beiträge, die Usern Interaktionen vortäuschen, die aber eigentlich nur zur Steigerung der Reichweite existieren.

Facebook nennt auch noch einige weitere Beispiele für das unerwünschte Verhalten: "Wer ist dieses mysteriöse Mädchen". Facebook will entsprechend identifizierte Beiträge im Feed der Nutzer seltener darstellen, aber nicht automatisiert von der Plattform löschen. Darüber hinaus sollen in den kommenden Wochen Seiten, die Engagement Bait einsetzen, im Ranking abgestuft werden. Normale Beiträge, die um Hilfe oder Empfehlungen bitten oder die Geld für einen guten Zweck sammeln, sollen nicht betroffen sein. Nur authentische, bedeutungsvolle Konversationen sollen auf Facebook Platz haben.


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