Gedenken an Anschlagsopfer in Berlin

Genau vor einem Jahr war ein Attentäter mit einem gestohlenen Laster in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gefahren. Wir berichten in unserem Newsblog über die Ereignisse.

Berlin gedenkt der Terroropfer Berlin gedenkt der Opfer des Terroranschlags auf einen Weihnachtsmarkt vor einem Jahr.

Am Dienstagvormittag kamen in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Hinterbliebene, Verletzte und ihre Angehörigen sowie zahlreiche Helfer zu einem nichtöffentlichen Gedenken zusammen.

Betroffenen hinterließ. In den Treppenstufen vor der Kirche sollen zudem die Namen der Toten die Erinnerung wachhalten. Elf Menschen starben, den polnischen Lastwagenfahrer hatte der Terrorist zuvor erschossen. Amri hatte bei dem Anschlag zwölf Menschen getötet und rund 70 weitere verletzt. Amri wurde wenige Tage später auf der Flucht in Mailand von italienischen Polizisten erschossen.

Wir berichten in unserem Newsblog über die verschiedenen Veranstaltungen rund um das Gedenken an die Opfer des Terroranschlags. Um 20.02 Uhr sollen die Glocken der Gedächtniskirche zwölf Minuten lang läuten. An einer interreligiösen Andacht nahmen neben Steinmeier auch Merkel und Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) teil. Dieser Anschlag hätte nie passieren dürfen. "Er hat damit viele Menschen getroffen, er hat die Menschlichkeit getroffen".

Getrauert werde um zwölf Menschen aus Deutschland, Polen, Tschechien und der Ukraine, aus Israel und Italien, "um Frauen und Männer, die in Berlin lebten, ihrer Arbeit nachgingen oder hier zu Besuch waren", sagte der Bundespräsident: "Sie alle wurden brutal ermordet, mitten in dieser Stadt, hier an diesem Ort", fügte er hinzu. Aber am Ende habe der Terror nicht gesiegt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Politik dazu aufgerufen, mehr für die Sicherheit der Bürger zu tun.

Heute ist ein Tag der Trauer, aber auch ein Tag des Willens, das, was nicht gut gelaufen ist, besser zu machen.

Die Sicherheitsbehörden haben nach den Worten von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) Konsequenzen aus dem Terroranschlag gezogen. Familien von Opfern hatten der Bundesregierung Versäumnisse vorgeworfen, aber auch mangelnde emotionale Unterstützung sowie bürokratische Hemmnisse nach dem Anschlag beklagt. "Es ist und bleibt richtig: Wir geben dem Terror nicht nach". Viele Hinterbliebene und Verletzte hätten sich vom Staat im Stich gelassen gefühlt. Man sei bei der Organisation auch auf individuelle Bedürfnisse der Menschen eingegangen.

In Berlin haben die Gedenkveranstaltungen zum ersten Jahrestag des Terroranschlags auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz begonnen. Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) hatte einen "Tag der Stille, Ruhe und der Einkehr" angekündigt. Mit einem symbolischen Akt sollte dabei an der Gedächtniskirche das letzte Stück eines knapp 17 Meter langen, goldenen Risses im Boden vervollständigt werden. Dafür sollten Opfer Metallblöckchen in einen Ofen schieben, das flüssige Metall sollte dann von einem Fachmann in den Riss eingefügt werden.

Steinmeier und Merkel räumen Fehler ein.

. Laut einem vorab veröffentlichten Redemanuskript sagt Dröge über das Mahnmal: "Es zeigt den Riss, die Wunde, mit der wir leben müssen". In einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel schrieb er: "Wir waren nicht ausreichend auf die Folgen eines solchen Terroranschlags für die Betroffenen vorbereitet".


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