Ifo-Index Chefs glauben weiter an Aufschwung

Leichter Stimmungsdämpfer: Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich etwas eingetrübt. Das Geschäftsklima fiel um 0,4 Punkte auf 117,2 Zähler, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte.

Zur Weihnachtszeit ist die Stimmung in den deutschen Chefetagen weiter ausgezeichnet - allerdings nicht mehr ganz so euphorisch wie im Vormonat. Die Erwartungen für das kommende halbe Jahr verschlechterten sich, während die Bewertung der aktuellen Lage besser ausfiel. Die Umfrage bildet erstmals in vollem Umfang die Reaktion auf das Scheitern der Jamaika-Sondierungen ab.

"Offenbar nehmen die Unternehmen zur Jahreswende wieder die Risiken etwas stärker in den Blick", sagte Uwe Burkert, Chefökonom der Landesbank Baden-Württemberg. Grund zu größerer Sorge sehen die meisten Experten aber derzeit nicht.

Im verarbeitenden Gewerbe habe der Index sein Rekordniveau nicht halten können, da die Industriefirmen nicht mehr ganz so optimistisch auf die kommenden Monate blickten. In der Industrie und im Großhandel gab das Geschäftsklima dagegen nach. Dagegen stieg es bei den Einzelhändlern. Besser war die Stimmung im Einzelhandel, der von einem "glänzenden Weihnachtsgeschäft" berichtet habe, sowie im Baugewerbe. Auch in der Baubranche ging es aufwärts. In der deutschen Wirtschaft herrscht Feststimmung. 2019 soll es dann noch zu einem Plus von 2,1 Prozent reichen - es wäre das zehnte Wachstumsjahr in Folge. Die Exporteure profitieren vom anziehenden Welthandel und dem Aufschwung in der Euro-Zone, während die Unternehmen zuletzt deutlich mehr investierten. Auch der private Konsum dürfte angesichts von Rekordbeschäftigung, steigenden Löhnen und vergleichsweise geringer Inflation eine Konjunkturstütze bleiben.


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