Zug mehr als doppelt so schnell unterwegs als erlaubt

Mit einem Mal springen Waggons in voller Fahrt aus den Gleisen, ein Wagen kippt auf eine Autobahn.

Bei einem schweren Zugunglück im US-Bundesstaat Washington hat es südlich der Stadt Seattle laut Polizei Tote und Verletzte gegeben. Der Sheriff des Bezirks Pierce schrieb auf Twitter, Menschen seien ums Leben gekommen und verletzt worden. In US-Medien wurde darüber spekuliert, ob zu hohe Geschwindigkeit eine Rolle gespielt haben könnte.

In den USA ist ein Zug entgleist und von einer Brücke auf eine Autobahn gestürzt. Ein Passagierzug des Betreibers Amtrak ist auf einer Brücke entgleist.

Wie die Nachrichtenagentur "AP" mitteilt, gebe es laut Behördenangaben Tote und Verletzte. Die Autobahn wurde in südlicher Richtung komplett gesperrt. Mehrere Waggons stürzten von der Eisenbahnbrücke auf die Schnellstrasse Interstate 5 und beschädigten mitten während der Rushhour fünf Autos und zwei Lastwagen.

Der Moment des Unglücks: Der erste Waggon hinter dem Triebwagen scheint plötzlich zu entgleisen und reisst auch die Lokomotive um. Er und sein Freund hätten großes Glück gehabt, sie seien in die Polster der gegenüberliegenden Sitze geschleudert worden. Plötzlich hörten wir ein Bersten und ein Zerbrechen, und es fühlte sich an, als ob wir bergab fahren würden. "Menschen haben geschrien, dann sind die Lichter ausgegangen", berichtete Karnes. Sie hätten die Fenster eingetreten und seien aus dem Zug in eine Böschung gesprungen.

US-Präsident Donald Trump führte den Unfall auf Mängel an der Infrastruktur zurück. Warum der Zug entgleiste, müsse aber noch untersucht werden, sagte NTSB-Aufsichtsratsmitglied Bella Dinh-Zarr. Die Geschwindigkeitsangabe sei eine Schätzung auf der Grundlage von Messungen eines Datenrekorders in der Lokomotive des Unglückszuges. Der Zug hatte Seattle um 6.00 Uhr Ortszeit verlassen und war auf dem Weg nach Portland (Oregon). 77 Menschen wurden in Krankenhäuser gebracht, wie ein Sprecher eines örtlichen Krankenhausbetreibers der Deutschen Presse-Agentur am Montag bestätigte.


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