Papst sendet Weihnachtsbotschaft und "Urbi et Orbi"-Segen"

Der Papst richtete sich von der Loggia des Petersdoms aus an die Gläubigen in aller Welt und spendete nach dem Verlesen der Weihnachtsbotschaft den feierlichen Papstsegen "Urbi et Orbi" ("Der Stadt und dem Erdkreis"). Die Feiern wurden in diesem Jahr überschattet von der Krise um die umstrittene Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA. "Unser Herz möge nicht verschlossen sein, wie es die Häuser von Bethlehem waren".

Papst Franziskus hat an Heiligabend besonders an Vertriebene erinnert und für eine Willkommenskultur geworben.

"Wir sehen die Spuren von Millionen Menschen, die nicht freiwillig gehen, sondern gezwungen sind, sich von ihren Lieben zu trennen, weil sie aus ihrem Land vertrieben werden", fuhr der Papst fort. Dabei nahm er die Weihnachtsgeschichte als Bild für die heutige Zeit: Auch Maria und Joseph hätten bei ihrer Ankunft in Bethlehem die Erfahrung machen müssen, dass "sie dort niemand erwartete, dass dort kein Platz für sie war".

Zum Festtag des Heiligen Stephanus, des ersten Märtyrers der Kirchengeschichte, dankte der Papst für die Glückwünsche zu Weihnachten, die er aus aller Welt erhalten habe. Das Oberhaupt der katholischen Kirche im Heiligen Land, Pierbattista Pizzaballa, führte die Prozession aus Jerusalem an. Gerade ihnen habe der Engel die Frohe Botschaft der Geburt Jesu verkündet. "Doch kann es keinen Frieden geben, wenn einer ausgeschlossen ist".


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