Auswärtiges Amt: Weiterer Deutscher in der Türkei aus Haft entlassen

Die Bundesregierung pocht nun auf weitere Freilassungen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes erfolgte seine Entlassung ohne Auflagen. Die Bundesregierung wirft der Türkei jedoch vor, die Deutschen aus politischen Gründen eingesperrt zu haben - dies wird von Ankara jedoch verneint.

Vize-Regierungssprecher Georg Streiter sagte in Berlin, die Lösung der verbliebenen Haftfälle sei "eine wichtige Aufgabe zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen" zwischen Deutschland und der Türkei. In den nächsten Tagen wolle er nach Stadtallendorf zurückkehren. Nun habe ein türkisches Gericht den Haftbefehl aufgehoben. Gemeinsam mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Sören Bartol soll die Landtagsabgeordnete den inhaftierten 45-Jährigen juristisch und politisch unterstützt haben. Sie rechne in dem noch laufenden Verfahren fest mit einem Freispruch. Weiter heißt es bei der OP, der Mann freue sich auf seine gewohnte Umgebung, seine Familie, seine Arbeit und seine Kollegen.

Zudem wurde eine gegen den deutschen Soziologen Sharo Garip verhängte Ausreisesperre aufgehoben, nachdem ihm wegen der Unterzeichnung einer Petition zum Kurdenkonflikt zwei Jahre lang die Ausreise verweigert worden war. Der "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel ist aber weiter ohne Anklage in Haft". Der deutsch-türkische Journalist war im Februar festgenommen worden, bis heute wurde kein Verfahren eröffnet. In diesem Zusammenhang nehme man auch die Nachricht, dass der Mann aus Stadtallendorf freigekommen sei, "positiv zur Kenntnis". "Er ist befreit, glücklich und erleichtert", sagte Özgüven der Zeitung. Er habe keine Probleme mit Deutschland oder den Niederlanden. Die Türkei sei "gezwungen, Feinde zu verringern und Freunde zu vermehren". Streiter sagte dazu, die Bundesregierung habe die Aussagen Erdogans "zur Kenntnis genommen".


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