Das waren Thüringens beliebteste Baby-Vornamen 2017

Für das Ranking der beliebtesten Vornamen 2017 für Jungen und Mädchen hat der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld nach eigenen Angaben nicht weniger als 212.942 Geburtsmeldungen ausgewertet. Grund sei zum einen die Vielfalt der Herkunftsländer, zum anderen der Trend zur Individualität.

Häufiger als im restlichen Bundesgebiet nannten Berliner Eltern ihre Kinder Oskar, Theodor, Charlotte und Pauline. Richtschnur sei immer das Kindeswohl, das durch den Namen nicht gefährdet werden dürfe. Er sei 2017 an rund 90 Babys vergeben worden. Insgesamt verwendete er dafür 693 Quellen aus 494 deutschen Städten.

Weitere ungewöhnliche Mädchennamen: Lavea, Chidinma, Julita, Sabia, Itje, Summerly, Kalinda und Smaragda. Aber weder Angela noch Merkel hätten eine Chance.

Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld
Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld

Namen wie "Angela" und "Horst" sind hingegen aktuell aus der Mode, obwohl gerade "Horst" einmal ein sehr beliebter Vorname war.

Auf Platz zwei liegen in Thüringen demnach Emma beziehungsweise Paul.

Der stigmatisierte Kevin belegt dagegen noch Platz 331 der beliebtesten ersten Vornamen. Das findet Bielefeld, der eine App mit dem Namen "Kevinometer" erstellt hat, erstaunlich: "Ich wundere mich, dass Eltern ihr Kind Kevin nennen, weil der Name dermaßen in Verruf ist". Ben sei schon das siebte Jahr in Folge Spitzenreiter bei den Jungen, bei den Mädchen sei Emma die neue Nummer eins, sagte Bielefeld. 2017 habe er drei Einträge gefunden, hochgerechnet seien also zehn bis 20 Mädchen Chantal genannt worden.


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