Deutsche nennen "Verlierer des Jahres"

Als Parteichef legte er eine Art Blitzstart hin - doch dann ging es rasant bergab. Das Jahr 2017 zählt trotzdem nicht zu den erfolgreichsten seiner Politikkarriere, finden die Befragten einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid im Auftrag der Funke Mediengruppe.

Am Ende des Jahres bekommt Martin Schulz doch noch seine Mehrheit, aber auf diese hätte er wohl gerne verzichtet: Der bei der Bundestagswahl unterlegene SPD-Kanzlerkandidat ist nach Ansicht von zwei Dritteln der Deutschen der "Verlierer des Jahres 2017". Der frühere SPD-Chef und geschäftsführende Bundesaußenminister Sigmar Gabriel lässt jedenfalls keine Gelegenheit aus, um zu zeigen, dass er sich noch immer für den besseren Parteivorsitzenden und nichts von Schulz' Zick-Zack-Manövern hält.

Im sozialdemokratischen Lager ist es weniger eindeutig.

Den dritten Rang der Negativliste nimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel ein. Auf Platz drei landet Kanzlerin Merkel, 53 Prozent sehen sie als Verliererin, 41 Prozent als Gewinnerin. Allerdings wollen sich 34 Prozent nicht festlegen.

► Dahinter folgt, trotz dem Abbruch der Jamaika-Sondierungen, FDP-Chef Christian Lindner mit einem fast ausgewogenen Umfrage-Ergebnis. Demgegenüber stehen 25 Prozent, die ihn als Gewinner nennen.

Ein deutlich besseres Resultat als alle Parteipolitiker erringt indes Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, den nur 19 Prozent als Verlierer und 65 Prozent als Gewinner wahrnehmen. In einer Umfrage des "Playboy" war Schulz nach dem AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland zum zweitnervigsten Mann des Jahres gewählt worden.


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