Höhere Gebühren und weniger Filialen bei Volksbanken

Der Genossenschaftsverband der Volks- und Raiffeisenbanken rechnet damit, dass auch 2018 Filialen schließen und Gebühen steigen werden. Der federführende Europaabgeordnete Peter Simon (SPD) legte im November eine Stellungnahme vor, die für Volks- und Raiffeisenbanken deutlich besser ausfiel als erwartet. Nur soviel: "wir müssen uns von der Kostenlos-Mentalität verabschieden". Zudem rechne er mit einer weiteren Ausdünnung des Filialnetzes. "Wir werden sicher einen weiteren Rückgang im Filialbereich haben", sagte Barkey. Diese mündigen Verbraucher sollten seiner Meinung nach dann mit neuen, individuellen Preismodellen jeweils nur noch die Bankleistungen kaufen, die ihrem tatsächlichem Leistungsbedarf entsprechen. Der Anspruch, in der Fläche vertreten zu sein, bleibe aber bestehen.

Im abgelaufenen Jahr hätten sich die noch gut 400 (Ende 2016: 430) Kreditgenossenschaften im Verbandsgebiet in einem schwierigen Umfeld gut behauptet.

Bundesbank und die Finanzaufsicht Bafin machen sich bei der Regulierung für vereinfachte Regeln für kleine Institute stark ("Small Banking Box"). Er vertritt dort die Interessen von Genossenschaften in allen Bundesländern mit Ausnahme von Bayern und Baden-Württemberg. "Wir müssen nun schauen, dass wir damit stärker auf europäischer Ebene durchkommen", sagte er im Interview. Der Jurist betonte: "Wir wollen keine Lex Volksbank, wir wollen eine Lex Geschäftsmodell". "Unsere Banken sind regional verankert, sie zocken nicht an internationalen Märkten".


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