Schweizer Autobesitzer schliessen sich SKS-Klage an

Die Stiftung für Konsumentenschutz SKS fordert, dass die 6'000 Autobesitzer finanziell entschädigt werden. Die beim Verkauf als umweltfreundlich gepriesenen Autos waren von vornherein überteuert, begründet die SKS die Schadenersatzklage in einer Mitteilung. Die Stiftung für Konsumentenschutz will am Handelsgericht Zürich für rund 6000 schweizerische Autobesitzer Schadensersatz geltend machen.

Beklagte sind der Volkswagen-Konzern und der Generalimporteur Amag. Wegen der von VW eingeräumten Manipulationen der Abgasvorrichtungen hätten die Wagen zudem an Wiederverkaufswert eingebüßt. Der Konsumentenschutz geht von einem durchschnittlichen Schaden von 15 Prozent des Neuwerts der betroffenen Autos aus. Von einem "Wertzerfall" bei den Occasionswagen könne keine Rede sein, es fehle ein Beleg für die Behauptungen der Konsumentenschützer. VW hatte sich deshalb bereiterklärt, auf eine Verjährung möglicher Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüche zu verzichten - allerdings nur bis Ende dieses Jahres.

Bereits im September meldete die SKS einen "Ansturm" von Klagewilligen. Die Klage lautete auf widerrechtliche Täuschung bei den Abgas-Manipulationen.

Zusätzlich zur SKS-Klage haben sich rund 2000 weitere Schweizer Geschädigte auf Initiative der Westschweizer Konsumentenorganisation FRC einer europäischen Klage in Deutschland angeschlossen.

Verbraucherschützer haben in der Schweiz im VW-Skandal um manipulierte Abgastests für tausende Autofahrer Klage eingereicht. Rund 2000 Kunden aus der Schweiz haben diese unterzeichnet, wie vor den Festtagen bekannt wurde. Weltweit hatte VW etwa 11 Millionen seiner Autos mit einer Schummel-Software ausgestattet.


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