Softbank kauft Uber-Anteile mit sattem Rabatt

Da Uber bislang nicht an der Börse ist, werden die Papiere nicht öffentlich gehandelt. Uber und Softbank lehnten eine Stellungnahme zu dem Kaufangebot ab, das am Donnerstag ausläuft.

Stimmen die Berichte, so dürfte der Rivale Didi Chuxing jetzt mehr wert sein als Uber. Die Chinesen sollen bei ihrer letzten Finanzierungsrunde frisches Geld von Investoren erhalten haben, sodass sie auf eine Gesamtbewertung von 56 Milliarden Dollar kommen. Damit wäre Uber die Krone als teuerstes Start-up der Welt los.

Ein Grund für die Skepsis der Anleger dürften Ubers etliche Skandale sein, die das Unternehmen zuletzt in schlechtes Licht rückten. Die Vorwürfe gegen die wegen ihrer aggressiven Unternehmenskultur ohnehin umstrittene Firma reichen von Sexismus und Diskriminierung über Technologiediebstahl bis hin zu Spionageaffären.

Bereits zu der Zeit stand allerdings auch die Drohung im Raum: "Wenn die Bedingungen des Aktienkurses und ein Minimum an Aktien für den Softbank-Konzern nicht zufriedenstellend sind, besteht die Möglichkeit, dass Softbank keine Investitionen tätigt". Mitte dieses Jahres musste der in die Kritik geratene Chef Travis Kalanick unter dem Druck von Investoren den Hut nehmen. Ob er selbst nun auch Aktien verkauft hat, blieb zunächst unklar. Insgesamt wurde bei dem Aktienverkauf laut "Wall Street Journal" ein rund 20-prozentiger Uber-Anteil angeboten.

Softbank hatte bereits im November eine grundsätzliche Einigung über einen Einstieg bei Uber erzielt. Softbank wollte für die Uber-Anteile nicht den Preis auf der Grundlage der früheren Bewertung von 70 Milliarden Dollar zahlen. Neben dem Aktienkauf soll Softbank weitere 1,25 Milliarden Dollar zu einer weitaus höheren Bewertung von rund 68 Milliarden Dollar direkt in Uber investieren. Das Unternehmen war 2009 gegründet worden und ist mittlerweile das wertvollste Startup mit Beteiligungskapital.


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