Bericht: Russische Tanker lieferten Öl nach Nordkorea

Zuvor gab es Medienberichte unter Berufung auf nicht näher genannte Kreise, wonach russische Tanker Nordkorea wiederholt mit Treibstoff versorgt haben sollen. Schiffe hätten auf hoher See ihre Ladung an nordkoreanische Tanker übergeben, erfuhr Reuters aus hochrangigen EU-Sicherheitskreisen.

Das russische Aussenministerium hat Vorwürfe über einen Verstoss der UN-Sanktionen gegen Nordkorea zurückgewiesen. Der Eigentümer eines der Schiffe, das verdächtigt wird, Öl nach Nordkorea geschmuggelt zu haben, wies derartige Aktivitäten zurück.

Die beiden Insider beriefen sich auf Geheimdienstinformationen und Satellitenbilder der Schiffe, die von den russischen Pazifikhäfen ausgelaufen seien. Aus Satellitendaten, die über Reuters erhältlich sind, gehen aber ungewöhnliche Aktivitäten bei einigen der Schiffe vor, die von den Insidern genannt wurden. So schalteten die Tanker ihre Transponder ab, welche üblicherweise die genaue Position bekanntgeben. Laut US-Behörden werde dies häufiger so gemacht, um Sanktionen zu umgehen.

Offiziell ist Nordkorea fast völlig von der Außenwelt abgeschnitten.

In der vergangenen Woche hatte der UN-Sicherheitsrat einstimmig schärfere Sanktionen gegen Nordkorea verhängt, die unter anderem Einschränkungen der Treibstofflieferungen vorsehen. Statt der ursprünglich vom 1. Januar 2018 an erlaubten zwei Millionen Barrel jährlich sind damit nur noch 500 000 Barrel dieser Erzeugnisse pro Jahr erlaubt.


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