Niki soll an British-Airways-Mutter IAG verkauft werden

Eine österreichische Tochtergesellschaft von Vueling übernehme die Niki-Markenrechte, ihre gesamten Start- und Landerechte sowie bis zu 15 Airbus-Flugzeuge der Typen A320 und A321, erläuterte Flöther.

Der Verkauf der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki geht auf die Zielgerade.

Laut IAG werden hierfür 16,5 Millionen Euro bereitgestellt, die Vermögenswerte von Niki sollen mit 20 Millionen Euro abgegolten werden. Durch das Geschäft blieben rund drei Viertel der tausend Arbeitsplätze erhalten, erklärte der Insolvenzverwalter von Niki und Air Berlin, Lucas Flöther, am Freitagabend in Berlin.

Der Konzern will den Kauf über eine neue, österreichische Tochter von Vueling abwickeln und 740 der rund 1000 Mitarbeiter übernehmen. Die Niki-Jets sind allesamt geleast und gehören teilweise bereits der Lufthansa, die die Übernahme der Niki nach Bedenken der EU-Kommission abgeblasen hatte. Durch das Geschäft fallen laut IAG Start- und Landerechte in Städten wie Düsseldorf, München, Zürich, Wien und Palma de Mallorca an Vueling.

Der Verkauf soll laut Flöther bis Ende Februar vollzogen sein. Zudem drohte Niki das Geld auszugehen. Am Donnerstag legte sich der Gläubigerausschuss darauf fest, nur noch mit einem Bieter weiterzuverhandeln, der spanisch-britischen Holding IAG. "Unter den Umständen war es die beste Lösung", sagte Stefan Tankovits im ORF. Niki bekomme "einen finanzstarken Partner mit einem langfristigen Fortführungskonzept" und Vueling werde durch die Übernahme "der Einstieg in viele attraktive Verbindungen ermöglicht". Zuvor war die bereits ausgehandelte Übernahme durch den deutschen Marktführer Lufthansa an Bedenken der EU-Wettbewerbshüter über mögliche Monopolstrecken abgesagt worden. Diese Einigung erlaube Vueling, seine Präsenz in Österreich, Deutschland und der Schweiz zu verstärken.


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