Rückruf! Diese Böller sind extrem gefährlich

So warnt derzeit eine Behörde in Bayern vor dem Blitzknallkörper "Crazy Robots".

Für viele selbsternannte Sprengmeister gehören Böller untrennbar zum Start ins neue Jahr. Zwar wird immer wieder insbesondere auf die Risiken durch selbst gebaute oder nicht zugelassene Artikel hingewiesen, doch auch legal erhältliche Feuerwerkskörper können gefährlich werden.

Wie das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Oberfranken mitteilt, ist in diesem Jahr ein Böller aus Tschechien in den Handel gelangt und wird als Silvesterfeuerwerk verkauft, obwohl er eine viel zu hohe Sprengmasse aufweist. "Ihre Aufmachung lässt auf den ersten Blick einen handelsüblichen Silvesterkracher vermuten". Zunächst waren auch die Böller "Crazy Robots" erlaubt - diese wurden jetzt aber zurückgerufen, weil diese eine enorme Sprengkraft haben und viel zu gefährlich sind.

Mithilfe dieser Kennzeichnung sei es dem Hersteller offenbar auch gelungen, die Legalisierung der brutalen Böller durchzusetzen: Unter P1 werden laut "Express" nämlich nicht Silvester-Kracher erfasst, sondern sonstige Pyrotechnik - wie Seenotfackeln und Knaller zur Tiervertreibung.

So sei die enthaltene Nettoexplosivmasse von fünf Gramm um ein Vielfaches höher als bei einem in Deutschland legalen Böller.

So sind bei Zündung in unmittelbarer Nähe Knalltraumata, Verbrennungen und im schlimmsten Fall der Verlust von Gliedmaßen zu befürchten. 40 Metern nach Zündung kaum eingehalten werden kann, insbesondere dann nicht, wenn Dritte anwesend sind. Doch Recherchen haben ergeben, dass die tschechischen Blitzknallkörper von anderen Herstellern unter anderem Namen angeboten werden. Verbraucher sollten beim Kauf von Böllern daher auf die in der Registriernummer angegeben Einstufung P1 (CE xxxx-P1-zzzz) in Verbindung mit einer Nettoexplosivmasse (NEM) von fünf Gramm achten. Doch damit 2018 nicht in einer Notaufnahme beginnt, gilt es, Vorsicht im Umgang mit Feuerwerk und Böllern walten zu lassen - und die fängt schon beim Kauf an.

Die Prüfstelle will nun die Zertifizierung der "Crazy Robots" zurückziehen, damit der Verkauf in Europa gestoppt wird. Und stellt klar, dass deren Besitz ab sofort strafbar ist.


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