US-Regierung verurteilt Festnahmen von Demonstranten bei Protesten im Iran

"Die Welt schaut hin", warnte Trump in der Nacht zum Samstag über den Kurznachrichtendienst Twitter. "Wir fordern alle Staaten dazu auf, das iranische Volk und seine Forderungen nach Grundrechten und ein Ende der Korruption zu unterstützen". "Irans Führer haben ein wohlhabendes Land mit einer reichen Geschichte und Kultur in einen wirtschaftlich verdorrten Schurkenstaat verwandelt, dessen Hauptexporte Gewalt, Blutvergießen und Chaos sind". In iranischen Medien hieß es, die Proteste seien lediglich gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung und die hohen Lebenshaltungskosten des Landes gerichtet.

Nach den regierungskritischen Protesten sind im Iran am Samstag tausende Anhänger der Regierung auf die Straße gegangen. Heute vor acht Jahren hatte die Armee die letzte große Protestwelle niedergeschlagen.

Die Proteste hatten am Donnerstag in der Großstadt Maschhad begonnen und sich am Freitag in der Hauptstadt Teheran und Kermanschah im Westen des Landes fortgesetzt. Viele Iraner sehen mit Unmut, dass Teheran Millionensummen zur Unterstützung proiranischer Gruppen in der Region ausgibt, statt sie für die eigene Bevölkerung aufzuwenden.

Mehr zu den Protesten in Teheran hören Sie in diesem Beitrag unseres Korrespondenten aus den "Informationen am Mittag". Videos im Internet zeigten Hunderte Demonstranten bei einem Protest in der Pilgerstadt Qum. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Dem staatlichen Fernsehen zufolge sind für Samstag Gedenkmärsche für die Demonstrationen regierungstreuer Iraner während der Unruhen 2009 geplant. Die Proteste richteten sich ursprünglich gegen die hohe Arbeitslosigkeit und Preissteigerungen, später jedoch auch gegen die Regierung als Ganzes. Die Initiatoren wollten der Regierung schaden, würden damit aber keinen Erfolg haben. 2015 gelang dies dem Präsidenten, der auch den Verfall der Währung stoppte und die Inflationsrate senkte.


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