Alexis Tsipras: Athen will Asylstatus für türkischen Offizier wieder aufheben

Die Regierung bleibe bei ihrer bisherigen Haltung. Er war nach dem Putschversuch in der Türkei Mitte Juli gemeinsam mit sieben anderen Soldaten in einem Hubschrauber in die nordgriechische Grenzstadt Alexandropoulis geflohen. Sein Asylantrag war mit der Begründung genehmigt worden, dass ihn in der Türkei kein faires, den Menschenrechten entsprechendes Verfahren erwarten würde.

Das Außenministerium teilte in seiner Erklärung mit, dass einer der nach dem gescheiterten Putschversuch nach Griechenland geflohenen acht Putschisten, politisches Asyl bekommen hat.

Die türkische Regierung hatte die Entscheidung umgehend scharf verurteilt.

Die griechische Regierung will einem türkischen Offizier, der in Griechenland Asyl erhalten hat, den Asylstatus wieder entziehen. "Griechenland hat mit diesem Beschluss ein weiteres Mal gezeigt, dass esPutschisten schützt und mit offenen Armen empfängt", heißt es in der Erklärung. Wie der griechische Fernsehsender Skai berichtet, wurde der Mann bereits freigelassen. Der Schritt sei politisch motiviert und werde Auswirkungen auf die bilateralen Beziehungen und die regionale Zusammenarbeit haben. Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan besuchte Anfang Dezember Griechenland; dabei erklärt er, Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras habe ihm die Auslieferung der acht Soldaten zugesichert.


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