Viele Verletzte bei neuen Palästinenser-Protesten

Bei Unruhen im Westjordanland und Gazastreifen sind am Freitag erneut Dutzende Palästinenser verletzt worden, mehrere davon lebensgefährlich. An der Grenze zum Gazastreifen hätten Soldaten gezielt auf vier Anstifter geschossen und diese getroffen.

Wie das Gesundheitsministerium der Palästinenserbehörde erklärte, wurden die meisten von ihnen von Gummigeschossen getroffen. Dutzende seien durch Tränengas verletzt worden.

Jerusalem - Bei Protesten gegen die Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump sind im Gazastreifen und im besetzten Westjordanland mindestens 56 Palästinenser durch Schüsse israelischer Soldaten verletzt worden. Vor allem freitags kam es seitdem, nach den muslimischen Mittagsgebeten, immer wieder zu Zusammenstößen. Dabei wurden zwölf Palästinenser getötet und hunderte verletzt.

Die israelische Armee griff nach dem Abschuss von Raketen auf den Süden Israels zwei Posten der Hamas im Gazastreifen an. Militante Palästinenser hätten drei Raketen auf israelisches Gebiet gefeuert. Während das Raketenabwehrsystem "Iron Dome" zwei der Projektile abfangen konnte, traf die dritte Rakete ein Gebäude im Bereich des Regionalrats Shaar Hanegev. Nach Angaben eines Hamas-Sprechers wurde dabei niemand verletzt. Als Reaktion beschossen IDF-Tanks und -Flugzeuge zwei Hamas-Positionen im nördlichen Gazastreifen. Es ist das erste Mal seit mehr als einer Woche, dass es wieder zu Raketenangriffen auf Israel gekommen sei. Nach Angaben aus Gaza wurde eine Hamas-Einrichtung komplett zerstört. Die Raketen werden oft von islamistischen Splittergruppen abgefeuert, Israel macht jedoch für alle Angriffe die Hamas verantwortlich. Israels Luftwaffe reagiert auf jede Attacke mit Gegenangriffen auf Hamas-Ziele. Über mehrere Kanäle, darunter der ägyptische Geheimdienst, habe die Organisation mitgeteilt, sie habe kein Interesse an einer weiteren Eskalation der Lage.


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